MBV![]()

Kaum etwas fürchtet ein Mieter so sehr wie Schimmel in seiner Mietwohnung, dabei lässt sich der Schimmelbefall in immerhin in 95% aller Fälle durch richtiges Heizen und Lüften in der kalten Jahreszeit verhindern. Der MBV hat in den letzten Jahren damit begonnen, alte Häuser zu modernisieren und mit neuen Fenstern und Wärmedämmungen zu versehen. So erfreulich hier die Einsparergebnisse bei den Heizkosten der Mieter sind, stellen die Wärmedämmungen und die dichten Fenster aber auch erhöhte Ansprüche an das Lüftungsverhalten. Durch das immer dichtere „Einpacken“ der Häuser ist der natürliche Luftaustausch, wie er bei alten Holzfenstern gegeben war, unterbunden. So muss der Mieter häufiger durch Stoßlüftung den Luftaustausch herbeiführen. Wenn man sich vor Augen führt, dass allein im Schlaf eine Person pro Nacht über Haut und Atemluft etwa einen Liter Wasser abgibt und die Luft tagsüber durch Kochen, Duschen, Geschirrspülen etc. weiter mit Wasser angereichert wird, ist es offensichtlich, dass diese von der Luft aufgenommene Feuchtigkeit über das Stoßlüften nach draußen abgeführt werden muss. Ist dies nicht der Fall, setzt sich das Wasser in Form von feuchten Stellen an der Wand ab. Hierbei ist zu berücksichtigen, dass warme Luft wesentlich mehr Feuchtigkeit aufnehmen kann als kalte, daher ist ausreichendes Temperieren der Räume wichtig.
Die nachfolgenden Empfehlungen sollen helfen, energiesparend zu heizen und zu lüften und so auch Schimmel zu vermeiden:
Heizen Sie alle Räume ausreichend und vor allem auch kontinuierlich. Halten Sie die Türen zu kühleren Zimmern geschlossen.
Unterbinden Sie die Luftzirkulation nicht. Das ist besonders wichtig an Außenwänden. Möbelstücke sollten mindestens 5cm von der Wand entfernt stehen.
Behindern Sie nicht die Wärmeabgabe der Heizkörper durch lange Vorhänge oder Möbel.
Kein Dauerlüften mit gekippten Fenstern. Die Räume kühlen hierbei stark aus und müssen anschließend wieder stark geheizt werden. Besser ist kurzes Stoßlüften, bei weit geöffneten Fenstern. Hierbei reichen ca. 5 Minuten aus, um die komplette Raumluft auszutauschen.