Aktuell . Düsseldorfer Straße 9

Mehr als nur ein Haufen alter Steine - Sanierung eines Baudenkmals

Als Verkauf des ehemaligen Pfarrhauses und später als Missionshaus der Diakonie genutzten Gebäudes an der Düsseldorfer Straße 9 anstand, war allen Beteiligten klar, dass hier noch eine Menge Arbeit auf den Erwerber zukommen würde. Auf dem Grundstück nebenan wurde bereits ein schmuckes Neubauvorhaben realisiert, das sich harmonisch an das alte, unter Denkmalschutz stehende Missionshaus anschließt (s. Foto). Nun geht es darum, das Gebäude so zu restaurieren, dass die denkmalgeschützte Substanz möglichst erhalten bleibt, gleichzeitig aber das Gebäude so hergerichtet wird, dass es den zeitgemäßen Bedürfnissen der künftigen Mieter entspricht.

Die äußere Hülle bleibt dabei im Wesentlichen unverändert, im Inneren des Gebäudes tut sich aber Einiges: so muss das Fachwerk teilweise völlig entkernt werden, morsche Balkenlagen werden ausgetauscht und durch neue Fachwerkträger ersetzt. Der Denkmalschutz verlangt hier aber eine Wiederherstellung des früheren Zustandes, so sind zum Beispiel die Wände in der damals üblichen Lehmbauweise zu errichten, alte Bodenfliesenbeläge, die den Charakter eines solchen Gebäudes mitbestimmen, sollen ebenfalls soweit wie möglich erhalten werden. Und natürlich treten bei einem solchen Bauvorhabe immer wieder einmal Überraschungen auf, die auf der Baustelle von den Fachleuten intensiv diskutiert werden.

Selbstverständlich wird bei der Sanierung des Hauses neben einer interessanten Grundrißgestaltung auch Wert darauf gelegt, dass moderne Technik Einzug hält. So werden in den drei geplanten Wohnungen neue Leitungssysteme, Bäder und Heizungsanlagen installiert, zur Gartenseite hin werden Balkone angeordnet. Und dies geschieht in Absprache mit den künftigen Mietern, die sich, zu Recht – schon auf Ihr neues Domizil freuen.

Bis es aber soweit ist, haben die Bauhandwerker noch so manchen Stein aus dem Weg zu räumen…